Tuesday, December 30, 2008

2008

Spiele Tops:

- GTA IV - das mich endlich zur XBOX 360 geführt hat. Daher in doppelter Hinsicht großartig
- Defense of the Ancients 6.57b - In der Evolution dieses faszinierenden Multiplayergames die bislang beste Version. Das Spiel/Die Map hat mich dieses Jahr am meisten beschäftigt.
- Guitar Hero 3, GH:World Tour, Rock Band - Auch diese Welt hat sich mir erstmalig eröffnet und für viele viele großartige Spielstunden mit Kollegen, Musikerfreunden und Eltern gesorgt, mit dem Highlight eines Auftritts vor bestimmt 60 Leuten in der Mosh Pit bei unserer Weihnachtsfeier.

Spiele Flops:

- Colonization - Einfach nur lahm, vor allem im Vergleich zu Civ4.

Ansonsten einiges an Mittelmaß, das mir gut gefällt, aber auf meiner Hitliste keinen Platz hat, wie Left 4 Dead und das erste Scene It.

Musik Tops:

Neue Alben hab ich kaum gehört, daher eher Konzerte.

- Haldern Pop (insbesondere Jamie Lidell, Editors, The National) - Für mich das einzige Festival.
- Chikinki - Ich hätte sie live nie sooo gut erwartet. Großartig.

Musik Flops:

- Kings of Leon - Wobei meine Abneigung gegen das Konzert sicher auch mit der furchtbaren Konzertlocation und dem komplett unrockigen Publikum zu tun hat. Einfach nur peinlich.


Filme Top 20:

Ungesehen: The Wrestler, Iron Man und Curious Case of Benjamin Button, die sicher auch ihren Platz finden würden.

1. Milk - Umwerfendes Schauspiel von Sean Penn, ein durchweg inspirierender, unterhaltsamer Film, vor allem wenn man die zugrundeliegende Historie nicht kennt.

2. Slumdog Millionaire - Traumhaft schöner und zugleich harsch brutaler Film.

3. Waltz with Bashir - Nicht nur bester animierter Film, sondern auch noch bester Dokumentarfilm des Jahres. Eine faszinierende, düstere Traumwelt, die wohl leider allzu real ist.

4. Religulous - Für Nicht-Amerikaner ein auf verschiedenen Ebenen zum Schießen lustiger Film über religiöse Befindsamkeiten. Größter Spaß des Jahres im Kino für mich.

5. Encounters at the End of the World - Werner Herzogs bestechend schön gefilmter und durchweg skuriller Antarktis-Film, dessen einzige Pinguine unter schwerwiegenden, psychischen Krankheiten leiden.

6. RocknRolla - Humorvoll, überraschend, packend, actionreich - beste Kinounterhaltung

7. W - Zahmer als von Stone erwartet, aber Josh Brolins umwerfende Bush-Performance lässt einen selbst nach 30h Schlafentzug gebannt auf die Leinwand starren. Noch nie hat diese Person für mich menschlicher und greifbarer gewirkt.

8. Cloverfield - Erst spät auf DVD gesehen. Hatte ich nach all dem Hype eigentlich abgeschrieben, hat mich daher umso mehr überrascht. Anspannendstes Filmerlebnis des Jahres.

9. Burn After Reading - So liebe ich meine Coen-Filme mit ihrem herrlich schrägen Humor. Dürfte nach mehrmaligem Schauen weiter nach oben rutschen.

10. Synecdoche New York - Niemand verbindet heutzutage abstruses und menschelndes wie Charlie Kaufman. Auch wenn wie bei vielen seiner Filme ne Menge Fragezeichen überbleiben, so habe ich doch immer noch diverse Charaktere, Szenen und Handlungsstränge im Kopf, die mich einfach nicht loslassen wollen. Insbesondere das brennende Haus verfolgt mich. Hoffmann ist unfassbar gut in diesem Film, und die Emily Watson/Samantha Morton Double-Story ist für mich der beste filmische in-joke des Jahres.

11. WALL E - Pixar lässt mich weitestgehend kalt, umso mehr hat mich WALL E überrascht. "deeply engaging" würde der Engländer wohl sagen.

12. The Dark Knight - Ledger hin oder her, der letzte Akt ließ mich weitestgehend kalt. Hochwertige Unterhaltung, aber wurde für mich dem Hype nicht gerecht.

13. Frost/Nixon - Der Trailer hing mir irgendwann zum Hals raus, umso überraschter war ich, dass der Film weit mehr zu bieten hatte, als die kurzen Quotes. Ruhige, hoch unterhaltsame Charakterstudie.

14. Mongol - Episch, packend, trivial - sehr amüsant. Conan der Barbar mit Mongolen.

15. American Teen - Faszinierender Einblick in die triviale Lebenswelt amerikanischer Teenager. Wichtigste Erkenntnis aus dieser Doku: Ein Glück blieb ich vom amerikanischen Schulsystem verschont.

16. Jesus Christus Erlöser - Klaus Kinski erleidet über 90 Minuten einen Nervenzusammenbruch und kann nicht ganz zwischen Jesus und sich selbst unterscheiden. Was will man mehr?

17. Paranoid Park - Auf einer Ebene mit van Sants Last Days und Elephant. Diese Filme üben auf mich eine hypnotische Wirkung aus, der ich mich nicht entziehen kann.

18. Appaloosa - Actionloser Western, der allein durch die anziehende, distanzierte Männerfreundschaft zwischen den Charakteren von Ed Harris und Viggo Mortensen begeistert.

19. Sukiyaki Western Django - Takashi Miikes "Für eine Handvoll Dollar" Remake, mit japanischen Schauspielern, die so schlecht Englisch sprechen, dass der Film komplett untertitelt werden muss. Wie gewohnt komplett abstrus, aber auch sehr unterhaltsam, selbst ohne Quentin Tarrantinos surreale Szenen.

20. JCVD - Jean Claude van Damme als er selbst, ironisch, humorvoll, überraschend, erfrischend anders. Großartiger kleiner Film, für den man sich von einigen Vorurteilen freimachen sollte.

Insgesamt das beste Kinojahr des Jahrzehnts für mich, da ich dank längerer Nordamerikaaufenthalte endlich die Chance hatte, die wichtigsten Filme des Jahres in selbigem zu sehen, und das im Originalton in wunderschönen Kinos, insbesondere dem Arclight in LA und den Ritz Kinos in Philadelphia, beide wärmstens zu empfehlen.

Serien:

Flight of the Conchords - Alles was zwischen den Songs passiert ist so lala, aber die Musikeinlagen sind grandios.
Curb Your Enthusiasm - Nur die erste Staffel bislang gesehen, die hat mich dafür aber umgehauen.
Entourage Staffel 5(? - die neuste halt) - Guilty pleasure, aber sowas von.

Bücher:

- Art Linson: What Just Happened?
- Charles Bukowski: Hollywood
- Derek Hill: Charlie Kaufman and Hollywood's Merry Band of Pranksters, Fabulists and Dreamers

Insgesamt ein großartiges Jahr, das mich ein mal mehr wünschen lässt, der Tag hätte mehr als 24 Stunden. Meine Stapel an ungelesenen Büchern, ungespielten Spielen und ungesehenen DVDs sorgen für genausoviel Unbehagen wie Vorfreude.

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