Ups and Downs
Pirates of the Caribbean: Ich mag Piratenfilme, es gibt viel zu wenige davon. Und Pirates sah die erste halbe Stunde nach sehr netter Unterhaltung aus. Doch selbst die durchweg annehmbaren Schauspieler konnten den Film für mich nicht mal ins Mittelmaß emporheben. Die ständigen Wiederholungen gehen extrem an die Nerven, zumal sich die Story nur im Kreis dreht. Man merkt dem Film die vielen Drehbuchautoren an, die Handlung hat Lücken ohne Ende. Wie man Schwertkämpfe zwischen Unsterblichen spannend umsetzt, kann man in Highlander beobachten, hier wirkt es einfach nur lächerlich und sinnlos, da helfen auch keine selbstironischen One Liner. Dazu kam der unpassende Score, der das ganze wie ein Bad Boys mit Segelbooten erscheinen ließ. Es sah ja alles ganz nett aus, und auch die Anspielungen auf den Theme Park Ride kamen bei mir gut an, aber insgesamt war es trotz niedriger Erwartungen ein sehr unbefriedigendes Filmerlebnis.
24 Hour Party People: Musikalisch fand ich die erste Hälfe wesentlich interessanter, weil ich die Musik von Bands wie den Stooges, Sex Pistols und Clash zumindest auszugsweise kenne und schätze, während ich mit den später portraitierten Happy Mondays bisher keinen Kontakt hatte. Aber das war nicht wirklich wichtig. Bisher mied ich Michael Winterbottoms Filme trotz großartiger Kritiken, da ich eine starke Abneigung gegenüber Dogma Filmen pflege und ihn aufgrund einiger Reviews dieser Stilrichtung zuordnete. Nach Code 46 und 24 Hour Party People bin ich jedenfalls eines besseren belehrt. 24PP bietet meiner Ansicht nach einen nahezu revolutionären Ansatz was Biopics angeht. Die Art wie hier Fiktion und Dokumentation gemischt werden, ist eine Freude mit anzusehen. Dass Steve Coogan (und andere) öfters mitten in Szenen zum selbstreferentiellen Erzähler werden, ist eine tolle Idee. Die Kooperation mit vielen der portraitierten Leute resultiert nicht nur in unzähligen Cameos sondern auch in einem überzeugenden, wenn auch lückenhaften, Rückblick auf ein faszinierendes Stück Musikgeschichte.
The Stepford Wives: Ich habe weder das Original gesehen noch das Buch gelesen. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass sie auch nur ansatzweise so dämlich und sinnentleert sind, wie diese Möchtegern Gesellschaftskritik. Vollkommen fern jeglicher Realität werden SciFi Elemente, Klischeecharaktere und eine unsagbar bescheuerte Story gründlich durchgemixt. Die ersten fünf Minuten wirken wie eine Traumsequenz, und die nach einem plötzlichen Schnitt aufwachende Nicole Kidman hat auch genau den "Alptraum" Gesichtsausdruck. Selbst wenn man darüber hinwegsieht, geht die interne Logik bereits nach knapp 30 Minuten flöten, als NK morgens tausende von Küchlein gebacken hat. Es macht wenig Sinn auf alle Details einzugehen, die keinen Sinn machen. Die letzten 15 Minuten senken das Niveau der Geschichte nochmal um einige Level, so dass man am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Die wenige Sozialkritik wird beständig durch irgendwelche bekloppten Ideen verwässert, vor allem beim "Happy End" wird dies deutlich. Das einzig gute an dem Film: Nicole Kidmans One Line.
State and Main: Hollywood Parodie von David Mamet? Aber immer doch! Der Film hat einige sehr lustige Szenen, und ist vom Aufbau her natürlich nahezu perfekt. Leider fehlt dem ganzen doch ein wenig der Biss, zumindest für Außenstehende wie mich. Da die Parodie nie ins Alberne verfällt, kann man State and Main jedem empfehlen, der gerne gute "Filme über Filme" sieht.
24 Hour Party People: Musikalisch fand ich die erste Hälfe wesentlich interessanter, weil ich die Musik von Bands wie den Stooges, Sex Pistols und Clash zumindest auszugsweise kenne und schätze, während ich mit den später portraitierten Happy Mondays bisher keinen Kontakt hatte. Aber das war nicht wirklich wichtig. Bisher mied ich Michael Winterbottoms Filme trotz großartiger Kritiken, da ich eine starke Abneigung gegenüber Dogma Filmen pflege und ihn aufgrund einiger Reviews dieser Stilrichtung zuordnete. Nach Code 46 und 24 Hour Party People bin ich jedenfalls eines besseren belehrt. 24PP bietet meiner Ansicht nach einen nahezu revolutionären Ansatz was Biopics angeht. Die Art wie hier Fiktion und Dokumentation gemischt werden, ist eine Freude mit anzusehen. Dass Steve Coogan (und andere) öfters mitten in Szenen zum selbstreferentiellen Erzähler werden, ist eine tolle Idee. Die Kooperation mit vielen der portraitierten Leute resultiert nicht nur in unzähligen Cameos sondern auch in einem überzeugenden, wenn auch lückenhaften, Rückblick auf ein faszinierendes Stück Musikgeschichte.
The Stepford Wives: Ich habe weder das Original gesehen noch das Buch gelesen. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass sie auch nur ansatzweise so dämlich und sinnentleert sind, wie diese Möchtegern Gesellschaftskritik. Vollkommen fern jeglicher Realität werden SciFi Elemente, Klischeecharaktere und eine unsagbar bescheuerte Story gründlich durchgemixt. Die ersten fünf Minuten wirken wie eine Traumsequenz, und die nach einem plötzlichen Schnitt aufwachende Nicole Kidman hat auch genau den "Alptraum" Gesichtsausdruck. Selbst wenn man darüber hinwegsieht, geht die interne Logik bereits nach knapp 30 Minuten flöten, als NK morgens tausende von Küchlein gebacken hat. Es macht wenig Sinn auf alle Details einzugehen, die keinen Sinn machen. Die letzten 15 Minuten senken das Niveau der Geschichte nochmal um einige Level, so dass man am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Die wenige Sozialkritik wird beständig durch irgendwelche bekloppten Ideen verwässert, vor allem beim "Happy End" wird dies deutlich. Das einzig gute an dem Film: Nicole Kidmans One Line.
State and Main: Hollywood Parodie von David Mamet? Aber immer doch! Der Film hat einige sehr lustige Szenen, und ist vom Aufbau her natürlich nahezu perfekt. Leider fehlt dem ganzen doch ein wenig der Biss, zumindest für Außenstehende wie mich. Da die Parodie nie ins Alberne verfällt, kann man State and Main jedem empfehlen, der gerne gute "Filme über Filme" sieht.
